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Ganz schön scharfes Essen

Oder warum mir auf der Baustelle des Koreanischen Gartens die Luft wegblieb!

Heute möchte ich mit euch nach Korea reisen. Um genau zu sein nach Südkorea. Wusstet ihr, dass es in der Hauptstadt Seoul einen Berliner Platz mit einem Teil der Mauer, einem Buddy Bear und einer historischen Berliner Straßenlaterne gibt? Dieser wurde im Jahr 2005 eröffnet und ist ein Geschenk der Stadt Berlin an die südkoreanischen Freund*innen. Und bei diesem historischen Geschenk spielen auch die Gärten der Welt eine entscheidende Rolle.

Im Jahr 2004 schenkte die Stadt Seoul der Stadt Berlin einen Koreanischen Garten. Dieses Geschenk zeigt die große Hochachtung der Koreaner*innen für die Wiedervereinigung Deutschlands und einen Garten, in dem viele Kulturen ein „Zuhause“ gefunden haben. Anfänglich waren wir etwas nervös, da wir nicht wussten, wie ein traditioneller Koreanische Garten aussehen würde. Der entstehende Garten zeigte uns jedoch schnell seine Einzigartigkeit.

Jedoch nicht nur das Geschenk war ganz besonders, sondern auch die Zusammenarbeit mit den koreanischen Spezialist*innen zeigte ganz andere Seiten des Bauens mit internationalen Handwerkern.

In der rein männerdominierten Handwerkertruppe, die für genau drei Monate nach Berlin kam, ließ man sich nicht in die Karten schauen. Alles wurde selbst organisiert und auch die größten Baufahrzeuge wurden ausschließlich von koreanischen Handwerkern gesteuert. Auch die Arbeitszeiten waren außergewöhnlich und gingen weit über den gewohnten acht Stunden pro Tag hinaus. An manchen Tagen fragte ich mich, wenn ich morgens gegen 7 Uhr auf die Baustelle kam, ob die Herren überhaupt geschlafen hatten. So viel war im Vergleich zum Vortag passiert.

Eines Tages wurde ich zum Mittagessen eingeladen – welches zusätzlich zur Bautätigkeit auch noch selbst zubereitet worden war. Waren die Zeiten auf der Baustelle von großer Betriebsamkeit und Konzentration geprägt, so war das Mittagessen eine fröhliche und entspannte Pausenzeit. Man bot mir von allen Speisen an verbunden mit dem Hinweis, dass sie ein wenig scharf seien. Als ich dann den ersten Bissen des Kimchis probierte, blieb mir buchstäblich der Atem weg und die Tränen schossen mir in die Augen. Damit hatte ich nicht gerechnet – war dieses Kimchi doch mehr als ein wenig scharf. Als ich endlich wieder Luft bekam, wurde erneut deutlich, dass in anderen Ländern auch andere Sitten und Essgewohnheiten gelten. Insbesondere das scharfe Kimchi ist sehr typisch für Korea und somit lernte ich nicht nur auf der Baustelle die Traditionen kennen!

Deine Beate Reuber

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