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Kunst im Park

Galerie unter freiem Himmel

In den Gärten der Welt kannst du mehr als nur Blumen und Bäume entdecken. Seit der Berliner Gartenschau 1987 erhalten hier auch die unterschiedlichsten Kunstwerke einen ungewöhnlichen Rahmen und eröffnen neue Perspektiven für die Betrachtung der umliegenden Park- und Stadtlandschaft. Die Sammlung wurde zur IGA Berlin 2017 nochmals um diverse künstlerische Arbeiten erweitert.

Agave, Wildschweine, Holz und Korn

Das sind nur die Titel einiger der zahlreichen Skulpturen, die das Gelände der Gärten der Welt bevölkern. Bei einem Rundgang stößt du zum Beispiel auf die Metallskulptur „Agave“ des Künstlerkollektivs Rüdiger Buhlau, die sich imposant verzweigt dem Himmel entgegenstreckt, oder die Holzfiguren „Holz“ und „Korn“ des Künstlers Gerd Owsian. Nicht nur zum Angucken, sondern auch zum Beklettern und Bespielen sind „Die Wildschweine“ von Dieter Graupner und das Schaukelgerüst „Mischa und Mascha“. Genau wie das expressive „Figurenpaar“ der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger entstanden sie allesamt bereits zu DDR-Zeiten und schmücken das Gelände seit der Berliner Gartenschau 1987. Zwei weitere Skulpturen – „Kopf Integral“ und „Begegnungen“ der Künstler Clemens Gröszer und Rolf Biebl – sind Zeitzeugen der DDR-Kunst.

Reflexionshilfe

Direkt vor dem Besucherzentrum am Blumberger Damm erstreckt sich eine surreal anmutende Landschaft aus spiegelnden Stelen, in denen sich die Umgebung sonderbar gespalten präsentiert. Sobald du näher herantrittst, erscheinst auch du selbst in den in unterschiedlichen Winkeln montierten Spiegelflächen. Die „Reflecting Gardens“ des dänischen Künstlers Jeppe Hein sind eine Einladung zur kritischen Betrachtung deiner selbst und der Umgebung, in der du dich bewegst. Genau wie die interaktive Klanginstallation „Grün Hören“ von Georg Klein und der „Los-Angeles-Garten“ des Berliner Künstlers Martin Kaltwasser ist die Arbeit Jeppe Heins seit der IGA Berlin 2017 fester Bestandteil der Gärten der Welt.

LageplanLageplan

Einfach märchenhaft

In der Nähe des Karl-Foerster-Staudengartens kannst du typische Szenen aus der grimmschen Märchensammlung bestaunen. Sie wurden von dem Berliner Bildhauer Gorch Wenske für die Berliner Gartenschau 1987 gestaltet und zur IGA Berlin 2017 in einen neuen Kontext gesetzt. Eine zusätzliche narrative Ebene erhalten die Figuren durch eine Klanginstallation der Künstlerin Anna Rispoli. Die aus Italien stammende und in Berlin lebende Künstlerin sammelte Geschichten von den Bewohner*innen Marzahn-Hellersdorfs, die sie zu einer Soundcollage mit dem Titel „Nicht alle Geschichten sind erzählt …“ verdichtet hat.