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Koreanischer Garten

Das Gleichgewicht der Kräfte

Die Gestaltung des Koreanischen Gartens wurde von drei verschiedenen Gedankengebäuden beeinflusst: dem Buddhismus, den Lehren des Konfuzius und dem volkstümlichen schamanischen Glauben. Letzterer lehrt uns das Gleichgewicht männlicher und weiblicher Kräfte in der Natur. Nur gemeinsam können die männliche Figur („Ritter des Himmels“) und die weibliche Figur („Ritterin der Erde“) ihre ganze Kraft als Schutzgeist entfalten. Du findest die Paare jeweils am Eingang und am Ausgang des Dorfes.

LageplanLageplan

Der Seouler Garten

Der Koreanische Garten ist authentische Gartenkunst in koreanischer Tradition. Besonderheiten des Gartens sind die abstrakten Holzfiguren und Totempfähle, die auf die teils schamanisch geprägte Kultur Koreas verweisen. Von ihnen erbitten sich die Koreaner*innen Schutz und Hilfe.

Die abwechslungsreich gestaltete Landschaft ist ein authentisches Abbild der koreanischen Natur. Umgeben von Felslandschaften finden sich die für Korea typischen Baumarten Kiefer, Bambus, Eiche und Fächerahorn. Daneben laden dich vier Höfe mit aufwendig gestalteten Toren und Mauerwerken zum Verweilen ein. Das zentrale Bauwerk der Anlage ist der auf Felsen gebaute „Kye Zeong“ (Pavillon am Wasser), der, wie sein Name schon verrät, unmittelbar am Wasser steht. Darin findest du einige für Korea typische Wohnräume.

Der Garten, der seit März 2006 geöffnet ist, war ein Geschenk von Seoul und wurde von koreanischen Gartenarchitekt*innen geplant. Für den Bau wurden fast ausschließlich originale Kunstwerke und Bauelemente aus Korea verwendet. Das Projekt, das im Rahmen eines Berlin-Besuches durch den Oberbürgermeister Seouls angestoßen wurde, sollte helfen, die freundschaftlichen Beziehungen der Hauptstädte Südkoreas und Deutschlands weiter zu vertiefen.

Zang Sung, Buk Su und Sot Dä – koreanischer Schamanismus

Die verschiedenen Holzfiguren und Totempfähle sind Zeugnisse der am Schamanismus orientierten koreanischen Kultur. An die als „Zang Sung“ bezeichneten Totempfähle und großen Holzfiguren werden die Wünsche der Menschen adressiert, die kleineren Figuren sollen vor Naturkatastrophen wie Feuer oder Hochwasser und Epidemien schützen. Sie werden „Buk Su“ genannt. Eine besondere Rolle in der Kommunikation mit den Geistern kommt den Vögeln zu: Die so genannten „Sot Dä“ sitzen an der Spitze der schamanischen Geistermaste und sollen als Boten die Gebete der Menschen zu den Geistern in den oberen Welten tragen.

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